Namensschild für Margot Barnard enthüllt

Die SV und die Klassensprecher/innen aller Klassen unserer Schule trafen sich am 16. Februar 2016 vor dem MB Gedenken2Sekretariat. Dort erinnerten Frau Weber und die Schulsprecherin Anna Gullasch (10 b) an Margot Barnard, die vor gut einem Jahr, am 6. Februar 2015, in London gestorben ist. Anna war beim letzten Besuch von Frau Barnard in unserer Schule dabei. Damals (2013) erhielt unsere Schule den Namen „Margot-Barnard-Realschule“. Anna erzählt, dass sie bis heute davon beeindruckt ist, wie bewegt Frau Barnard von diesem Moment war, der ein kleines Dankeschön der Schule dafür darstellt, dass Margot Barnard über Jahrzehnte hinweg den Schülerinnen und Schülern unserer Schule von ihrem Schicksal zur Zeit der Nationalsozialisten erzählt hat.

Anlässlich des ersten Todestages hat die Schule nun das Namensschild für Margot Barnard enthüllt, das auf der schulinternen Trauerfeier vor einem Jahr entstanden war. Neben der Tür zum Sekretariat – in der Mitte der Schule – hängt nun der aus Rheinkieseln gelegte Namenszug „M. Barnard“ auf blau-türkisenem Hintergrund. Dieses Kunstwerk war auf der schulinternen Trauerfeier vor einem Jahr begonnen MB Gedenken5worden und von Schüler/innen aus dem Kurs "Praktische Philosophie" vollendet worden. Die Rheinkiesel sollen Margot Barnard symbolisch ein Stück ihrer Heimat, aus der sie während des Nationalsozialismus vertrieben worden war, zurückgeben. Zugleich haben wir die jüdische Sitte aufgenommen, auf ein Grab, das man besucht, einen Stein zu legen – zum Zeichen dafür, dass man da war und der Verstorbenen gedacht hat.

Nach der feierlichen Enthüllung zeigten und erklärten die Klassensprecher/innen, was sie aus ihren Klassen zu dieser Gedenkstunde mitgebracht hatten. Denn den Schulnamen „Margot-Barnard-Realschule“ verstehen wir nicht nur als Rückblick, sondern zugleich als Aufgabe für eine gemeinsame friedvolle Zukunft.