Unsere Zeitzeugin Margot Barnard

siehe auch:  "Nachruf auf Margot Barnard"

siehe auch: "Ein Baum für Margot Barnard"

siehe auch: "Hohe Ehrung für Margot Barnard"

siehe dazu auch "Verleihung des Verdienstordens

 

Margot Barnard war unserer Schule über vielen Jahren als Zeitzeugin verbunden. Vielen Generationen unserer Schülerinnen und Schüler hat sie aus ihrem Leben erzählt, ihnen die Zeit der Nationalsozialismus aus der Sicht einer Betroffenen anschaulich geschildert. Dies macht sie stets aus der Haltung der offenen Neugier auf unsere Schülerinnen und Schüler und die Hoffnung auf ein gerechtes und friedliches Miteinander von Menschen und Völkern.

zum Leben von Margot Barnard siehe

  

Margot Barnard und unsere Realschule

Über zwanzig Jahren erzählte sie als Zeitzeugin deutschen und englischen Schüler/innen über ihre Jugend im beginnenden Nationalsozialismus. Zu unserer Realschule hatte sie dabei ein besonderes Verhältnis:

"Als ich 1987 mit den Schulgesprächen in Deutschland begann, war ich noch unerfahren in solchen Dingen. Ich hatte aber das große Glück, von einer Schule eingeladen zu werden, die mir bei diesem Einstieg sehr geholfen hat. Es war die Realschule in Medinghoven in der Nähe von Bonn. Von Anfang an fühlte ich mich wohl in der freundlichen Atmosphäre dieser Schule. Man empfing mich mit viel Wärme, das Lehrerkollegium nahm mich sofort in seine Reihen auf. Gleich in der ersten Klasse, in der ich auftrat, wurde deutlich, dass die Kinder gut vorbereitet waren. Nach meinen Vorträgen wurde ich von den Lehrern zu gemeinsamen Mahlzeiten eingeladen, woraus sich eine Tradition entwickelte. Ich spürte ihr Interesse an diesem Projekt. Der gute Kontakt hat sich bis heute erhalten. Vor einigen Jahren wurde mir eine besondere Ehrung zuteil: Leitung und Elternvereinigung der Schule überreichten mir als Anerkennung meiner Aktivitäten eine Urkunde." (S. 311, s.u.)

 

Über dies und noch viel mehr, auch über die immer wieder schwierige Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und die Ermordung ihrer Familie, erzählt sie ausführlich und berührend in ihrer Autobiographie: BARNARD, Margot: "Ich sehe Dich nie wieder!". Erinnerungen für die Zukunft. Bonn 2009 (Das Buch ist in der Schülerbücherei vorhanden; Signatur: 6.1. Barn)


  

 

Ein Baum für Margot Barnard

 Am 27.06.2012 war Margot Barnard ein zweites Mal in diesem Jahr Gast an unserer Schule. Aus der Freude über ihr Kommen und aus der Wertschätzung für ihre Person und ihre treue Verbundenheit zu unserer Schule haben wir gemeinsam mit ihr und Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand - und in Anwesenheit der gesamten Schulgemeinschaft - einen Baum gepflanzt. Dies als ein Zeichen der gewachsenen Freundschaft, ihrer festen Wurzeln und ihrem Weiterwachsen in der Zukunft.

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Hohe Ehrung für Margot Barnard

Für ihre langjährige Arbeit an deutschen und englischen Schulen - ihre vorurteilsfreie Aufklärung über den Nationalsozialismus und für ihre vorbildgebende Toleranz - hat der Bundespräsident Joachim Gauck Frau Margot Barnard den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland zugesprochen. Die feierliche Übergabe ist am 25.April 2013 in der deutschen Botschaft in London durch den deutschen Botschafter erfolgt. An dem Festakt haben u.a. auch Vertreter/Innen unserer Realschule teilgenommen, die dem Bundespräsidenten die Ehrung von Frau Barnard vorgeschlagen haben.