Der folgende Bericht ist in der Schülerzeitung "Burgfräulein", Ausgabe 12/2009, erschienen:

 

"Lady Toastie gegen Mr. Sandwich"

Toast-Spendeaktion des 10SW-Kurses


Am 26.3.2009 veranstaltete der 10er SW-Kurs, unter der Leitung von Frau Hartmann, einen Sandwichwettbewerb. „Wer am meisten Sandwichs verkauft“, so war das Motto. Es gab zwei Gruppen, die Mädchen und die Jungen. Jede Gruppe sollte sich alles selbst überlegen, wie viel sie einkaufen, was sie einkaufen, die Preise und den Namen. Die Mädchen nannten sich „Lady-Toasty“ und die Jungen „Mr. Sandwich“. Ungefähr 6 Wochen vor dem Wettbewerb hatten die Gruppen Zeit um alles vorzubereiten und für sich zu werben. Alles war erlaubt, außer die andere Gruppe zu boykottieren oder zu sabotieren. In dieser Zeit sollten sie einen Einkaufsplan machen und gut überlegen, was sie brauchen und wie oft sie es brauchen, denn zu viel brachte Minuspunkte. Am schwersten war es, sich zu entscheiden, wie viele Sandwichpackungen man benötigt, schließlich musste am Ende alles weg sein. Beide Gruppen haben Plakate erstellt und sie in der ganzen Schule aufgehangen. Ein bzw. zwei Tage vor dem Wettbewerb machten die Gruppen eine Durchsage, in der sie noch mal an den Sandwichverkauf erinnerten und gleichzeitig für sich warben. An dem Tag des Wettbewerbes, wurden die beteiligten Schülerinnen und Schüler vom Unterricht freigestellt um zu verkaufen. Die ersten beiden Stunden, vor der 1. Pause, verbrachten sie damit, die Sandwichs zu schmieren und alles bereit zu stellen. Auch das Kleingeld, was sie benötigten, brachten sie selbst mit. Jeder hatte etwas zu tun, schließlich waren es nicht gerade wenige Sandwichs, 30 Packungen kaufte jede Gruppe mit der Hoffnung, dass alles verkauft wird. Die Mädchen waren in dem SV-Container und die Jungen im ehemaligen Gruppencontainer.

Als es zur ersten Pause klingelte, war ein riesiger Ansturm bei „Lady-Toasty“, bei „Mr. Sandwich“ waren allerdings nicht so viele. In der ersten Pause wurden schon erstaunlich viel verkauft, und manche fragten sogar ob an der Schule nicht immer Sandwichs verkauft werden können. Als die 1. Pause vorbei war, mussten die Gruppen die Sandwichs auffüllen und noch mehr schmieren, die sie dann in der 2. Pause verkauften. Gewonnen hat am Ende die Mädchengruppe mit einem Umsatz von 101 Euro, die Jungen hatten 74 Euro. Als Gruppe wurde lange überlegt und ausgelost, wofür die 175 Euro gespendet werden, und die Mehrheit entschied sich dafür, das Geld an ein Krankenhaus für leukämieerkrankte Kinder zu spenden. 

Diese Station besuchten wir dann auch. Wir fuhren zum Förderkreis für Tumor- und Leukämieerkrankte Kinder und Jugendliche e.V. und wurden dort sehr herzlich willkommen. Frau Margret Juder begrüsste uns freundlich und wies uns darauf hin, dass es nicht einfach für die Kinder und Jugendlichen ist - und auch nicht für die Eltern, die mit den kranken Kindern meist überfordert sind. Uns wurde ein Film gezeigt, wo es um ein Mädchen ging, dass gegen Krebs kämpft und viele mitmachen muss, wie die Chemotherapie. Doch auch bei allem Schlechten, was der Film zeigte: Das Mädchen hat trotzdem immer noch Freunde am Leben und sitzt nicht nur alleine in ihrem Krankenzimmer, sondern kann beispielsweise auch aktiv am normalen Schulunterricht durch eine Webcamübertragung teilnehmen. Sie ist auch nicht nur mit den Kindern aus dem Krankenhaus zusammen, sondern sie hält auch den Kontakt zu ihren gesunden Freunden, durch Briefe beispielsweise. Doch es ging nicht nur um das Mädchen in dem Film, sondern auch um die Eltern, und wie diese mit den erkrankten Kindern umgehen. Dem Film konnten wir alle entnehmen, dass es sehr schwierig sein muss, mit so einer Krankheit zu leben oder im nahen Umfeld eines Erkranken leben zu müssen.

Im Film wird auch deutlich, dass die Eltern der Kinder und Jugendlichen nicht alleine sind, sondern es wie hier Förderkreise oder anderes gibt, um auch den meist stark belasteten Eltern in gewisser Weise zu helfen.
Im Anschluss auf den Film wurde uns erzählt, dass auch die Eltern untereinander viel mehr zusammenhalten; weil die Kinder dasselbe Schicksal haben, schweißt es die Eltern auch mehr zusammen. Als wir das gesehen haben und gehört haben, wollten wir helfen. Denn das von uns gespendete Geld ist in diesem Falle nicht viel.
Wenn man vergleicht, wie teuer solche Therapien und die Medikamente sind, ist das Geld nichts! Und auch aus diesem Grund wollten wir persönlich helfen.
Dies konnten wir dann auch am Familienfest des Förderkreises am 12.09.2009. An dem Tag sollten die Kinder von dem Kliniksalltag loskommen und Spaß haben. Wir konnten den dort Anwesenden tatkräftig helfen, etwa beim Aufbauen oder Dekorieren, wie es viele taten, oder auch bei der Betreuung der Kinder bei den aufgebauten Spielen. Als Dankeschön wurde allen tatkräftigen Helferinnen und Helfern ein Schreiben geschickt über das Soziale Engagement, dass uns in unserem Schulweg helfen soll. Doch zusammenfassend kann man sagen, dass wir alle merkten, dass Taten mehr bewirken als Worte oder Geld.


Nessa Aananu, 10a