Eine Schule - ein Boot

Hilfe für die Opfer des Tsunamis in Südostasien 2004

Auch die Schülerinnen und Schüler der Margot-Barnard-Realschule (vormals: Realschule Medinghoven) waren von den Folgen des Tsunamis für die Bevölkerung in Indonesiens, Sri Lankas und Indiens betroffen und wollten helfen.

Die in Bonn ansässige Deutsche Welthungerhilfe hatte in Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn ein konkretes Projekt angestoßen: Hilfe sollte nicht allgemein in die betroffenen Gebiete fließen; es wurde vorgeschlagen, dass einzelne Städte und Regionen Paten-/Partnerschaften mit Städten und Gebieten des Katastrophengebietes schließen, um den Betroffenen zielgerichteter und nachhaltiger zu helfen.

Die Stadt Bonn übernahm dabei die Unterstützung des Districts Cuddalore in Indien, ca. 100 km von Chennai (Madras). Dort hatte die Flutwelle nicht nur viele Menschen getötet, sondern auch die Häuser der Küstenbewohner und vor allem deren Fischerboote zerstört. Da die meisten Bewohner vom Fischfang leben, war die Zerstörung der Boote eine grundlegende Bedrohung der überlebenden Bevölkerung - in der Gegenwart und für die Zukunft.. Neben der schnellen Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten, die kurzfristig die Bevölkerung unterstützten, war es Ziel der Deutschen Welthungerhilfe, eine nachhaltige Unterstützung der Bewohner zu organisieren, damit sie wieder selbst ihren Lebensunterhalt und ihre Versorgung erarbeiten und sichern können.

Diesen Gedanken nahm der SW-Kurs 9 aus dem Schuljahr 2004/2005 auf und organisierte eine Spendenaktion unter dem Motto "Eine Schule - ein Boot". Die Schülerinnen und Schüler des SW-Kurses strebten an, so viel Geld zu sammeln, dass ein Fischerboot gebaut und an eine bedürftige Familie weitergegeben werden kann. Ca. 1200 Euro mussten dazu zusammenkommen.

Der SW-Kurs erstellte Informationsmaterial für alle Klassen und bastelte kleine Schiffe, die in den einzelnen Klassen als Spendenboxen aufgestellt wurden. Insgesamt kamen erfreulicherweise gut 1500 Euro zusammen.

Die Deutsche Welthungerhilfe verwendete dann das gespendete Geld nicht für die Anschaffung eines Fischerbootes, sondern für ein anderes nachhaltiges Projekt: den Wiederaufbau von Schulen. Das war uns natürlich auch recht.

Die Deutsche Welthungerhilfe bedankte sich bei der Schule mit einem Dankschreiben ....

 

 

  ... und einer Urkunde: