Karneval

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Die Entwicklung einer Tradition


Karneval nimmt in unseren außerunterrichtlichen Aktivitäten eine besondere Stellung ein. Die Schülersitzung an Weiberfastnacht hat eine lange Tradition und auch die Karnevalssitzung für die Eltern findet bereits seit 1998 statt. Die Entwicklung zum heutigen Standard fand in mehreren Schritten statt.

Für die Sitzungen liefert jede Klasse einen eigenen Beitrag. Es werden Tänze, Sketche, Parodien aufgeführt und Büttenreden gehalten. Das Lehrerkollegium ist mit einem eigenen Beitrag vertreten.
Besondere Beachtung findet der Auftritt einzelner Prinzenpaare und Tanzgruppen. Für das leibliche Wohl rund um die Veranstaltung sorgt die Schulpflegschaft.

In den siebziger Jahren waren Karnevalsfeiern noch nicht für die ganze Schule organisiert. Einzelne Klassen feierten nachmittags, manchmal wurde an Weiberfastnacht auch im Foyer geschwoft.

Anfang der 80er Jahre entstand die Idee, dass an Weiberfastnacht eine Darbietung in der Aula stattfinden sollte.

So wurde zu Karneval 1981 von einer engagierten Laienspielschar des Lehrerkollegiums das Märchen "Schneewittchen" aufgeführt. Die Schüler waren von der Kostümierung und der Besetzung der einzelnen Rollen begeistert, auch wenn einige Lehrer den einzigen Satz, den sie lernen sollten, vergessen hatten.

 1982 wurde ein satirischer Film (Super 8) über den (angeblichen) Tagesablauf an der Margot-Barnard-Realschule (vormals: Realschule Medinghoven) gedreht, der an Weiberfastnacht in der Aula seine Uraufführung fand. Der Gag bestand neben maßlosen optischen Übertreibungen und Verfälschungen darin, dass den handelnden Personen Texte unterlegt wurden, die mit Unterricht und Schule nicht das Geringste zu tun haben.

In den folgenden Jahren entwickelte sich das Geschehen immer mehr zu der Art Veranstaltung, für die der Karneval an der Margot-Barnard-Realschule inzwischen im Umfeld der Schule bekannt ist. 

1988 fand dann die erste große Schülersitzung in der heutigen Form statt. Der Can Can von ausgesuchten "Stars" des "Moulin RSM" rief wahre Begeisterungsstürme hervor. Auch die "Alpenrose Witterschlick" ist seit dieser Zeit jährlich bei uns zu Gast.

Der Elferrat setzte sich in den Anfangsjahren aus Lehrkräften zusammen, angeführt von unserem unvergessenen Pastor Dr. Herbert Bohl, der das Amt des Vorsitzenden derart stimmungs- und humorvoll ausfüllte, dass man glauben konnte, er hätte in seinem Leben nie etwas anderes gemacht. Seit der Mitte der neunziger Jahre übernahmen unsere Schülerinnen und Schüler diese Aufgabe. Die nachfolgenden Elferratsvorsitzenden erledigten ihre Aufgabe mit der gleichen Bravour wie unser Herbert. Die Auftritte und die Ausstattungen unserer Schülerkarnevalssitzung wurden immer professioneller und seit 1998 um eine im Zweijahresrhythmus stattfindende Elternsitzung am Freitagabend vor Weiberfastnacht erweitert. Diese Traditionsveranstaltung ist ein fester Bestandteil unseres Schullebens, der auch im Schulprogramm verankert ist.

Rüdiger Frank